DGGL-Kulturpreisverleihung 2008 mit Tagung <Garten und Medien>Mittwoch, 12. November 2008Dr. Klaus-Henning von Krosigk, Präsident der DGGL, würdigt den Bayerischen Rundfunk für die Sendung "Querbeet durchs Gartenjahr"
Der festlichen Preisverleihung ging eine Tagung zum Thema <Garten und Medien> Den Auftakt gab Andreas Kipar, ein führender Landschaftsarchitekt aus Mailand/Duisburg, der es in ungewöhnlicher Weise versteht, die Presse zu nutzen, um seine Projekte bekannt zu machen und auch gegenüber Entscheidungsträgern durchzusetzen. Zunächst empfahl er, damit konstruktiv umzugehen, dass in den Städten nicht mehr Fragen des Wachstums, sondern Fragen des Wandels zu behandeln seien. Die IBA Emscherpark sei ein Paradebeispiel, wie dies nicht zuletzt Dank gekonnter begleitender Pressearbeit durch Karl Ganser gelungen sei. Man müsse sich klar machen, welch immensen Einfluss die Presse auf die öffentliche Wahrnehmung habe. Dies könne, wie er an einer Reihe von Beispielen zeigte, auch im Bereich Landschaftsarchitektur weit in den politischen Raum wirken. "DGGL-Kulturpreisverleihung 2008 mit Tagung <Garten und Medien>" vollständig lesen Die Landesgartenschau in Neu-Ulm - Anlass zu einem Gedanken über RaumbilldungFreitag, 31. Oktober 2008Weite Wiesen im "Wiley" der LSG Neu-Ulm
Die Landesgartenschau Neu-Ulm 2008 hat ihre Tore geschlossen. Ich nehme dies zum Anlass, um einen Gedanken zum Thema „Planung in der öffentlichen Wahrnehmung“ und „Raumbildung als Aufgabe der Landschaftsarchitektur“ auszuführen. Eine umfassende Bewertung der Schau unter den verschiedenen Gesichtspunkten von städtebaulicher Bedeutung bis hin zu floristischer Qualität kann und will ich mir hier nicht vornehmen. Das Gartenschau-Gelände ist bzw. war in drei Teile gegliedert:
Die drei Parkteile umgreifen eine Wohnsiedlung einer Konversionsfläche amerikanischer Kasernen. Sie sind durch zwei vierspurige Straßen voneinander getrennt. Mit dem Gedanken, sie durch ein gut ausgestaltetes Brückenband zu verbinden, konnte sich das Büro Plankontext Landschafsarchitektur 1999 im Wettbewerb durchsetzen. In den weiten Wiesen des Wiley wie auch auch den Terrassen des Glacis bewähren sich wieder die roten Schirme, die in angenehmer Weise einen Gartenschau-Wiedererkenungswert von der BUGA 2005 in München darstellen. Kleiner dimensioniert, aber auch belebend ist das Sport- und Spielangebot. Die Gartenschau an sich nimmt sich auch des Themas Hausgarten an. Im Glacis werden Musterhäuser mit zugehörigem Garten vorgestellt, im Vorfeld präsentiert der Verband Garten und Landschaftsbau, VGL, 8 Gärten unter verschiedenen Themen. Man kann sich fragen, ob transportable Minihäuser, die die Mobilität der Bürger im Blick haben, aber ja auch aufgestellt werden müssten, was zu Siedlungsformen führen würde, die irgendwo zwischen einer Kleingartenanlage und den flächenfressenden Einfamilienhaussiedlungen liegen würden, wirklich Ansätze zur Lösung städtebaulicher Fragen bieten, ob es nicht doch andere Wege geben könnte, um städtebauliche und architektonische Denkansätze zu vermittlen. Man kann es aber auch akzeptieren, weil dieses Modell der Gartenschau Ansätze bietet, um dem offensichtlichen Grundbedürfnis nach einem eigenen Garten Rechnung zu tragen und gleichzeitig die Bandbreite der Möglichkeiten in der Planung aufzuzeigen. So passt es gut ins Bild, wenn auch der BDLA sich in seinem Schaugarten dem Thema „Wohnen im 20./21. Jahrhundert“ widmet und eine Parzelle am sogenannten „Gotischen Haus“ gestaltet. Ein Prospektständer enthält das Faltblatt des BDLA zum Thema „Hausgarten“, das für die Leistungen von Landschaftsarchitekten wirbt. Wie nun stellt sich dieser Mustergarten dar? Ich lasse eine Reihe von Bildern sprechen: Das "Gotische Haus" in der Parzelle des BDLA mit Sitzplätzen, Sonnensegel an Birkenstämmen und linearen Pflanzungen in Kies "Die Landesgartenschau in Neu-Ulm - Anlass zu einem Gedanken über Raumbilldung" vollständig lesen DGGL Veranstaltungen LV Bayern SüdMittwoch, 29. Oktober 2008Ende dieser Woche läuft die verlängerte Anmeldefrist für die Tagung
Am Abend desselben Tages wird der diesjährige DGGL-Kulturpreis an den Bayerischen Rundfunk verliehen, dem es mit der Sendung "Querbeet durchs Gartenjahr" gelungen ist, ein breites Publikum zu gartenkünstlerischen Fragen zu erreichen. Für dem darauffolgenden Tag, Samstag, den 8. November, 10.00 - ca. 16.30 Uhr, hat der DGGL LV Bayern-Süd ein begleitendens Exkursionsprogramm im Stadtgebiet Münchens ausgearbeit. Anmeldungen nimmt der DGGL Bundesverband bis zum 31. Oktober entgegen. Man kann sich zu allen Teilen, Tagung, Kulturpreisverleihung und Exkursionen auch selektiv anmelden. Ein Anmeldeformular finden Sie hier. Am Dienstag, den 11. November, 19.30 Uhr, treffen sich interessierte Mitglieder des DGGL Landesverbandes Bayern-Süd zu einem Ideenaustausch zur DGGL-Programmgestaltung 2009 im Turmzimmer der Seidlvilla, Nicolaiplatz 1b, München. Der für Dezember angekündigte Vortrag von Dr. Hans Lehmbruch zum Thema "Das Wirken Friedrich Ludwig von Sckells in München" ist in das oben genannte Exkursionsprogramm am 8. November 2008 umgewandelt worden. Dr. Lehmbruch bietet an diesem Nachmittag eine Führung an, nachdem Rainer Herzog, Leiter der Gartenabteilung in der Bayerischen Schlösser-, Gärten und Seenverwaltung, am Vormittag zu diesem Thema im Schlosspark Nymphenburg spricht. Der für November angesetzte Vortrag von Prof. Dr. Urs Walser zum Thema "Gestaltete Vegetation" kann in diesem Jahr leider nicht stattfinden. Die traditionsreiche erste Veranstaltung im Jahr 2009 findet wieder in der letzten Januarwoche statt: Donnerstag, den 29. Januar 2009, 19.30 Uhr: Mitglieder stellen Projekte vor, Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, München, Zenzl-Mühsamsaal.
LA Wolfgang Barth aus München hat sich auch diesmal bereit erklärt, die Veranstaltung zu organisieren. Vorschläge für Projekte, die im Kreis von Kollegen und interessierten Laien gezeigt und besprochen werden könnten, sind willkommen, gern auch von Gästen der DGGL.
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Richard Hansen zu Ehren - 60 Jahre Sichtungsgarten WeihenstephanMittwoch, 22. Oktober 2008![]() Sichtungsgarten Weihenstephan "Sein Name steht in enger Verbindung mit der Neugründung (1948) des Instituts für Stauden, Gehölze und angewandte Pflanzensoziologie, das er bis zu seiner Emeritierung vor dreißig Jahren leitete. Bekannt wurde Prof. Hansen als Gründer des Staudensichtungsgartens, den er ab 1948 aus einem Acker als ersten deutschen Staudensichtungsgarten schuf. Parallel zur Arbeit der Staudensichtung entwickelte er als neuen Themenbereich die Verwendung der Stauden und Gehölze in Lebensgemeinschaften auf pflanzengeographischen und vegetationskundlichen Grundlagen. Damit wurde auch eine kostensparende Pflege öffentlicher Grünanlagen aufgezeigt. Ein Thema, das heute wieder aktuell ist. Aus seinen Arbeitsgebieten erschienen mehrere Veröffentlichungen. Mit seinem Hauptwerk „Die Stauden und ihre Lebensbereiche“ (4. Aufl. 1990) brachte er seine reichen Erfahrungen und Beobachtungen zu diesem von ihm entwickelten Themenbereich ein. Diese Veröffentlichung wurde über den deutschsprachigen Raum hinaus vielseitig beachtet; so erschien 1995 eine Ausgabe in englischer Sprache, was die Bedeutung dieses Themas selbst im führenden Gartenland Großbritannien belegt. "Richard Hansen zu Ehren - 60 Jahre Sichtungsgarten Weihenstephan" vollständig lesen Diplomarbeit über die landschaftliche Partie des Würzburger HofgartensMontag, 20. Oktober 2008Vor einigen Monaten kam die damlige Diplomandin Veronika König auf den DGGL Landesverband Bayern Süd zu und berichtete über ihre Diplomarbeit zum Thema "Die landschaftliche Partie des Würzburger Hofgartens, Geschichte, Bestand und Sanierung eines Gartendenkmals". Ich freue mich, dass wir Ihnen heute einen Gastbeitrag zu ihrer erfolgreich abgeschlossenen Arbeit präsentieren können. Veronika König schreibt: "Im Rahmen meines Landschaftsarchitekturstudiums an der TUM Weihenstephan habe ich im Frühjahr 2006 ein Praktikum in der Gärtenabteilung der Bayerischen Schlösserverwaltung gemacht. Dabei wurde mir angeboten, die landschaftliche Partie des Würzburger Hofgartens zum Thema meiner Diplomarbeit zu machen – ein Vorschlag, dem ich gerne gefolgt bin. Der oben genannte Titel verrät bereits im Großen und Ganzen den Inhalt meiner Arbeit, die ich hier kurz vorstellen möchte. Der Würzburger Hofgarten gehört zur ehemaligen Residenz der Würzburger Fürstbischöfe und besteht aus vier relativ eigenständigen Gartenteilen. Drei von ihnen entstanden in den Jahren um 1770 und sind rein formal gestaltet. Die landschaftliche Partie wurde um 1792 unter Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal, der sich als aufgeklärter Herrscher verstand, als letzter Parkteil angelegt. Wie vielerorts in Deutschland entstand diese Gartenpartie im Stil des Jardin anglo-chinois, bei dem es sich um eine französische Form des Landschaftsgartens handelt, die sich unter anderem durch die Kombination landschaftlicher und formaler Stilelemente und ein dichtes, feingliedriges Wegenetz auszeichnet. Im Lauf der Jahrzehnte wurde dieser Parkteil sehr stiefmütterlich behandelt, da die schlossnahen Bereiche eine weitaus repräsentativere Rolle innehaben; der derzeitige Zustand der Anlage gibt längst Anlass zu einer umfassenden Sanierung, für die meine Diplomarbeit Grundlage und Anregung sein soll. ![]()
"Diplomarbeit über die landschaftliche Partie des Würzburger Hofgartens" vollständig lesen Nachwuchswettbewerb des BDLASonntag, 19. Oktober 2008Der BDLA kündigt an, dass ein Nachwuchswettbewerb ausgelobt werden wird. Passend zum Thema der Tagung <Garten und Medien> befasst sich der Wettbewerb mit der Frage, wie das Berufsfeld der Lanschaftsarchitekten und deren Verzahnung mit den Garten- und Landschaftsbauern einer breiten Öffentlichkeit näher gebracht werden kann. In der Ankündigung heißt es: "Dazu sollen Studenten und Absolventen der Disziplinen Landschaftsarchitektur/Landschaftsplanung Ausdrücklich erwünscht ist dabei die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit Studenten aus den Bereichen Auch die Wahl der Mittel wurde bewusst offen gehalten: Ein Plan ist obligatorisch, Ab der 14. November können Teilnahmebedingungen und Auslobungsunterlagen auf der Website des BDLA nachgelesen werden. DGGL-Isar-RadtourMittwoch, 15. Oktober 2008![]() Blick auf die Isar von der Großhesseloher Brücke aus
Die Ufer allerdings sind zwar abgeflacht und optisch an die für Gebirgsflüsse typischen Kiesbänke erinnernd gestaltet, sind im Untergrund aber befestigt, so dass die Dynamik auf begrenzte Bereiche beschränkt ist. Von der Innenstadt zur südlichen Stadtgrenze Münchens hin wird dabei der naturnahe Eindruck gesteigert. Während der Übergang zum Wasser an der Wittelsbacher Brücke in Natursteinstufen gestaltet wurde, was die Bevölkerung gern nutzt, erstrecken sich weiter im Süden weite Kiesbänke, die im sonnigen Herbstwetter einen beeindruckenden Kontrast zu den Herbstfarben der Wälder an den Isarhängen bildeten. Für die Erhöhung des Dammes wählte man beim Tierpark ein aufwändiges Verfahren – eine Betonwand wurde in den vorhandenen Damm eingebracht – um den Baumbestand zu erhalten. Weiter im Süden fiel die Entscheidung zugunsten eines breiteren Dammes, dem einige Bäume zum Opfer fielen. Auf diesen Dämmen wurde im Anspritzverfahren autochtones Saatgut eingebracht. Die Bevölkerung, die sich anfangs gegen die Baumfällung gewehrt hatte, hat die Anlage gut angenommen. Der Damm und die Öffnung des Raumes werden heute durchaus als Gewinn wahrgenommen. "DGGL-Isar-Radtour" vollständig lesen DGGL-Isarradtour am 11. OktoberFreitag, 10. Oktober 2008Der Wetterbericht sagt für morgen, Samstag den 11. Oktober, vormittags Dunst, aber keinen Niederschlag voraus. Die angekündigte Isarradtour kann demnach stattfinden und man kann hoffen, dass gegen Ende des Vormittags die Sonne richtig durchkommt.
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"LANDSCAPE - GREAT IDEA" Call for PapersSamstag, 4. Oktober 2008Die University of Natural Resources and Applied Life Sciences, Department of Landscape, Spatial and Infrastructure SciencesInstitute of Landscape Architecture in Wien veranstaltet vom 29. April - 01. Mai 2009 eine Tagung unter dem Titel "LANDSCAPE - GREAT IDEA". In der Ankündigung heißt es: "The Programme Committee of LANDSCAPE - GREAT IDEA! invites you to
For more information on the conference and for online submission, Keynotespeakers sind Marc Treib (Professor of Architecture, University of California, Berkeley, USA) und Helen Armstrong (Professor-Emerita of Landscape Architecture, Queensland University of Technology; Adjunct-Professor, Centre for Cultural Research, University of Western Sydney, AUS) Einsendeschluss ist der 31. Oktober 2008. DGGL-Exkursionen 8. NovemberSamstag, 4. Oktober 2008Die Planung der beiden Exkursionen, zu denen der DGGL-LV Bayern-Süd im Zusammenhang mit der Tagung < Garten und Medien > des DGGL-Bundesverbandes und der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen einlädt – 7./8. November 2008 -, nimmt Gestalt an. Dabei wird deutlich, in welchem Maße Denkweisen die geschichtliche Wahrnehmung prägen, wie aber auch umgekehrt das Verstehen des historischen Erbes Perspektiven für aktuelle Aufgaben eröffnet. Details zur Exkursion 1 „Das Wirken Friedrich Ludwig von Sckells in München“ habe ich heute ins Netz gestellt. Im Schlosspark Nymphenburg wird Rainer Herzog, der Leiter der Gartenabteilung der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser-, Gärten- und Seen, im Innenstadtbereich Dr. Hans Lehmbruch, der als Kunsthistoriker wesentlich zur Erforschung der Rolle Friedrich Ludwig von Sckells für die Stadtentwicklung Anfang des 19. Jahrhunderts beigetragen hat, führen. Näheres zu Programm und Inhalten siehe hier. Ein ausgearbeitetes Programm zu Exkursion 2 „Neue Stadtquartiere und ihre Parks des 20. und 21. Jahrhunderts in München“ folgt in Kürze. Die Stadt München hat in der Nachkriegszeit eine Fülle neuer Parks und Grünanlagen gebaut, häufig verbunden mit dem Bau ganz neuer Stadtquartiere. Auch heute noch wächst die Stadt. Wer die Wahl, der hat die Qual, wenn es darum geht, einen Querschnitt verschiedener Planungsansätze zu zeigen. Die genaue Route ist in Arbeit. Von Seiten des städtischen Baureferates hat Dipl.-Ing. Ulrich Rauh, Leiter der Planungsabteilung HA Gartenbau für die Führung zugesagt. Beide Exkursionen sind so konzipiert, dass auch bei weniger sommerlichen Temperaturen etwas zu sehen ist. Eine Anmeldung zu den Exkursionen - ebenso wie zur Kulturpreisverleihung - unabhängig von der Teilnahme an der Tagung ist möglich, wenn noch Plätze frei sind. Die Anmeldekarte (DGGL Bundesverband) für Tagung, Kulturpreisverleihung und Exkursionen finden Sie hier.
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DGGL-Isar-RadtourMittwoch, 1. Oktober 2008![]() An der Isar
Samstag, den 11. Okotber 2008, 10.00 - 14.00 Uhr Ausweichtermin bei schlechtem Wetter: Samstag, der 18. Oktober lädt der DGGL-Landesverband Bayern Süd zu einer Radtour an der Isar ein. Es ist geplant, von der Wittelsbacher Brücke bis zur Großhesseloher Brücke zu fahren. An einigen Stationen erläutern Dipl.-Ing. Michael Brunner, Baureferat HA Gartenbau, und LA Winfried Jerney, freier Landschaftsarchitekt, Baumaßnahmen zur Umsetzung des Isarplanes. Während im 19. Jahrhundert das Flussbett der Isar für den Hochwasserschutz, die Landgewinnung und die Wasserkraftnutzung kanalartig ausgebaut wurde, zeichnete sich in den 1980er Jahren eine Trendwende ab. Im Zuge einer Diskussion um verbesserten Hochwasserschutz wurden auch Probleme der Wasserqualität, der zu geringen Wasserführung im Mutterbett, der schlechten Zugänglichkeit und der Wunsch nach Renaturierungsmaßnahmen angesprochen. Daraus entstand der Isarplan, der 1995 verabschiedet wurde. In den Planungen wurde eine Vielzahl von Gesichtspunkten einbezogen. Inzwischen sind von den geplanten acht Kilometern Flußlauf sechs Kilometer renaturiert. Das Mittelwasserbett wurde von 50 auf bis zu 90 Meter erweitert, steinerne Ufer wichen flachen, teilweise terassenförmig angelegten Ufern - attraktiv zum Lagern und Spazieren. Kiesflächen und unregelmäßige Uferformationen entstanden, Sichtbeziehungen zum Fluss wurden wiederhergestellt, Flora und Fauna erhielten einen besseren Lebensraum. Treffpunkt ist der Radweg auf dem Ostufer der Isar an der Wittelsbacher Brücke. Bei Wetterunsicherheit wird über das Blog bekannt gegeben, wann die Veranstaltung stattfindet. Eine Einladung als pdf-Datei finden Sie hier.
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Tagung < Garten und Medien > und DGGL Kulturpreisverleihung in MünchenMittwoch, 24. September 2008Eine ausgedehnte Sommerpause ist nun vorbei und ich möchte auf eine Veranstaltung hinweisen, zu der bundesweit nach München eingeladen wird. Der DGGL-Bundesverband gemeinsam mit der Bayerischen Verwaltung der Staatlichen Schlösser, Gärten und Seen veranstaltet eine Fachtagung mit dem Thema am Freitag, den 07. November 2008, 10.00 bis 16.30 Uhr im Schloss Nymphenburg, Orangeriesaal (und Foyer), 80638 München. Kooperationspartner sind des weiteren der Bund Deutscher Landschaftsarchitekten bdla, Berlin / Bayern, der Verlag G. D. W. Callwey, München, und der Bayerische Rundfunk, Fernsehen. Die Tagung stellt die Nutzung neuer und alter Medien in Kunst, Entwurf und Planung in den Focus: Neue visuelle und auditive Vorstellungswelten, Bewegungen im virtuellen Räumen, Debatten zwischen Unbekannten, Lernen und Mitmachen. Damit erweitert sich das Feld der Gartenkunst und Landschaftsarchitektur beträchtlich – und die Folgen sind nicht nur positiv. Bereicherungen unserer Wahrnehmung sind ebenso wie mögliche Verengungen des Blicks zu diskutieren. Die Referenten werfen Schlaglichter aus unterschiedlichen Perspektiven. Sie beleuchten zum Beispiel die Rolle von Fachmedien für die Landschaftsarchitektur, den Stellenwelt von Bildwelten in der Gartenkunst in Geschichte und Gegenwart, die Rolle von Gärten in Film und Fernsehen, zeigen auf, wie Landschaftserlebnis akustisch vermittelt werden oder wie das Internet im Dienste von Gartenkunst und Landschaftskultur genutzt werden kann. Bei einer Reihe von Rednern fließen internationale Erfahrungen in Projektabwicklung oder Wissenschaft ein. Mit dieser Veranstaltung leitet die DGGL ihr Themenjahr 2009 „Garten und Medien“ ein. Ein detailliertes Programm finden Sie hier. Am darauffolgenden Tag lädt der DGGL Landesverband Bayern Süd zu zwei Samstag, den 8. November, 10.00 bis ca. 16.30 Uhr, ein. Exkursion 1 widmet sich dem Wirken Friedrich Ludwig von Sckells in München und Fragen zum Umgang mit dem historischen Erbe, Exkursion 2 zeigt verschiedene Ansätze in Städtebau und Landschaftsarchitektur des 20. und 21. Jahrhunderts anhand von Projekten der nach wie vor wachsenden Stadt auf. Titel und Erläuterungen finden Sie hier. Tagung und Exkrusionen stehen in Zusammenhang mit der festlichen Verleihung des diesjährigen am Freitag, 7. November 18.30 Uhr im Hubertussaal Schloss Nymphenburg. Ausgezeichent wird der Bayerische Rundfunk für die Sendereihe "Querbeet durchs Gartenjahr", namentlich die Herren Burkhard Mücke, Dr. John A. Ferguson, Udo Zimmermann. Die Sendereihe erreicht ein breites Publikum und bespricht dabei Themen zu Gartenkunst und Landschaftskultur auf hohem Niveau. Den Festvortrag hält der Publizist Michael S. Cullen. Der Abend klingt mit einem Stehempfang im Foyer aus. Nähere Informationen finden Sie hier. Zur festlichen Preisverleihung wird persönlich eingladen. Interessenten wenden sich bitte an die Geschäftsstelle im DGGL Bundesverband Berlin. An Tagung, Kulturpreisverleihung und Exkursionen kann man unabhängig voneinander teilnehmen. Zu den Anmeldungsmodalitäten klicken Sie bitte hier. Die Veranstaltung wird unterstützt durch:
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Nachlese: Begrünte Innenhöfe in Althaidhausen, MünchenMontag, 21. Juli 2008DGGL-Gruppe in einem begrünten Gemeinschaftshof
Der Charme von Haidhausen, der das Stadtviertel heute zu einem der begehrtesten Wohnstandorte Münchens macht, hängt sicher nicht unwesentlich daran, dass die von der MGS, der Münchener "Nachlese: Begrünte Innenhöfe in Althaidhausen, München" vollständig lesen Nachlese: 19. Weihenstephaner Gartendenkmalpflege-SeminarDienstag, 15. Juli 2008DGGL Exkursionsteilnehmer im Goldenen Saal, Rathaus Augsburg Am 27. und 28. Juni 2008 fand das 19. Weihenstephaner Gartendenkmalpflege-Seminar zum Thema "Pflegekonzeptionen für landschaftliche Gärten und Anlagen" mit einer Exkursion nach Augsburg statt. Dr. Saruhan Mosler berichtet: Die Gartendenkmalpflege zielt auf die nachhaltige Erhaltung historischer Gärten und Anlagen aus verschiedenen Epochen und Typen. Pflegekonzeptionen für landschaftliche Gärten und Anlagen sind besonders wichtig, da der Nutzungsdruck oft Probleme verursacht. Deshalb müssen sie auch entsprechend vielfältig und ausführlich bearbeitet werden. Erste Konzepte zur Erhaltung und Pflege entstanden in den frühen 1980er Jahren. Welche Dimensionen solche Aufgaben beinhalten und wie Entwicklungen verlaufen können wurden ebenso wie mögliche Probleme von den Landschaftsarchitekten am 27. und 28. Juni anlässlich des 19. Weihenstephaner Gartendenkmalpflege-Seminars vorgestellt und diskutiert.
Zahlreiche Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz konnten sich am Freitag über aktuelle Pflegekonzeptionen für landschaftliche Gärten und Anlagen unterschiedlicher Epochen anhand von Beispielprojekten informieren. Nach der Eröffnungsbegrüßung durch den Präsidenten der Fachhochschule, Prof. Hermann Heiler, berichtete LA Peter Kluska vom neuen Pflegekonzept für den Westpark München, welcher heute, ein Vierteljahrhundert nach der Gartenschau IGA 83, als Gartendenkmal betrachtet werden kann. Nachdem Herr Kluska die Entwurfs- und Entstehungsgeschichte des Parks erläutert hat, berichtete er über das Parkpflege- und Entwicklungswerk. Der Westpark mit seiner Hügel- und Seelandschaft und umgeben von nachgewachsener Vegetation ist heute einer der meistbesuchten Parks in München. Durch die unterschiedlichen Kulturen und Schichten der Besucher variieren die Nutzungsarten von Spaziergängen über sportliche Aktivitäten bis zu Grillen und Feiern, daher ist der Nutzungsdruck entsprechend hoch. Das Pflegewerk beinhaltet Bewertung und Maßnahmen zu den Vegetationsbereichen Gehölze, Einzelbäume, Rand- und Uferzonen der Wasserflächen, Nutzungskriterien, Nutzungskonflikte und bautechnische Anlagen. Es wurde diskutiert, dass der Pflegewerksplan für solch bedeutende Anlagen oft sehr spät umgesetzt wird. Daher sollten Pflegepläne und Empfehlungen zur Erhaltung und Entwicklung bereits im Zusammenhang mit der Planung von Gärten und Anlagen konzipiert werden.
Über den weltgrößten Stadtpark, den Englischen Garten in München, hat LA Rainer Herzog, Gartendirektor Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen München, berichtet. Um die Nutzungs- und Pflegekonzeption besser erklären zu können, erläuterte Herr Herzog zunächst die Entstehungs- und Nutzungsgeschichte. Die Parkgeschichte begann 1789 mit dem Auftrag vom Bayerischen Kurfürst Karl Theodor zur Gestaltung eines Erholungsparks an der Isar für die Öffentlichkeit. 1792 wurde der Park zur Nutzung freigegeben. 1804 übernahm Friedrich Ludwig von Sckell die Leitung des Parks und gestaltete den Landschaftspark mit einer sozialen Bedeutung, in dem Stadtmenschen sich in der Natur frei bewegen, erholen und gut fühlen können. Seit dieser Zeit wird der englische Garten intensiv und vielfältig genutzt, was auch eine Parkordnung von Anfang an erforderte. Nutzungsdruck (etwa 3,5 Millionen Besuchern pro Jahr), Vandalismus und rücksichtsloses Verhalten beschädigen die gärtnerischen und baulichen Anlagen. Der Gartendirektor sieht hier Bedarf an Aufklärung über Bedeutung und Wert historischer Gärten, die Gesellschaft soll für Formen und Normen der Nutzung historischer Anlagen sensibilisiert werden.
Nach dem traditionellen Pichelsteiner-Essen auf der sonnigen Terrasse des Bräustüberls berichtete ein Mitarbeiter vom LA-Büro Helmut Wiegel über den Bamberger Hain an der Regnitz. Auch hier hat die Übernutzung durch steigende Aktivitäten große Schäden hinterlassen, der größte Verlust entstand jedoch durch den Bau der Südtangente 1973. Der Bamberger Hain weist neben historischen Werten auch reiche ökologische Bedeutung auf. Durch seine auwaldähnlichen Gehölzbestände, seine Vielzahl an Vogel- und Fledermausarten sowie zwei europaweit vom Aussterben bedrohte Käferarten benötigen Pflegekonzeptionen besondere Werte. Daher sollte ein Managementplan, ein integriertes Entwicklungs- und Pflegekonzept für Denkmal- und Naturschutz, erstellt werden, welcher neben Schutzaspekten auch die Naherholung der Bamberger Bürger beinhaltet.
Kräutergärtlein in den Wallanlagen, Augsburg
Am zweiten Tag fand die traditionelle Exkursion statt, in diesem Jahr führte sie nach Augsburg. Treffpunkt war im Kurhauspark Göggingen. Das Highlight des Parks war mit seiner filigranen Glas- und Eisenarchitektur der Jahrhundertwende das sogenannte Gesellschaftshaus, das als Theater, Wintergarten und Kursaal genutzt werden kann. Es ist räumlich und funktional mit dem umgebenden Landschaftsgarten, nach historischen Grundlagen wiederhergestellt, verbunden. Nach einem Spaziergang durch den sehr gepflegten Landschaftsgarten wurde der 1996 vollständig rekonstruierte Goldene Saal des Augsburger Rathauses besichtigt. Prof. Thyroff hat deutlich gemacht, dass der Nachbau des Saals nur eine Möglichkeit des ursprünglichen Aussehens darstellt. Hier geht es nicht um den authentischen Wert des Denkmals, sondern die historische Bedeutung des Saals zu vermitteln und das heutige Interesse an der Vergangenheit als Freizeitbeschäftigung zu erfüllen. Der in der Renaissance erbaute und für repräsentative Zwecke genutzte Saal beeindruckte alle Teilnehmer. Nachmittags führten Prof. Dr. Goecke und Prof. Thyroff zwei Gruppen auf einem Innenstadtrundgang über historische Straßen und Plätze. LA Helmut Wiegel stellte den Garten am Schaetzlerpalais vor; das von ihm vorgelegte Planungskonzept beinhaltet die Wiederherstellung der Grundstrukturen der Anlage mit Wegen und Pflanzenfeldern. Die Gestaltung der Gartenanlage sollte Bezug auf das Rokokopalais nehmen, aber gleichzeitig funktional und resistent gegen Nutzungsdruck für zahlreiche Veranstaltungen sein. Bei der Besichtigung der Grünflächen entlang der Wallanlagen wurde deutlich, dass historische Anlagen, wenn sie gut geplant und in den Städtebau integriert sind, von den Bürgern auch angenommen werden. Das Kräutergärtlein in den ehemaligen Wallanlagen wurde nach historischem Vorbild neu geschaffen. Der ursprüngliche Rosengarten, die 1951 vom Gartenarchitekt Ludwig Roemer gestaltete Terrassenanlage, ist hingegen leider verschwunden. Die schwingende Betonbrücke aus den 50er Jahren über den Wassergraben ist das einzige Gestaltungselement aus diesem Garten. Die Fuggerei, berühmteste Touristenattraktion Augsburgs und älteste Sozialsiedlung der Welt, bildete einen letzten Höhepunkt auf dem Rundgang. Die 1521 gestiftete Wohnsiedlung für bedürftige Bürger beinhaltet 140 Wohnungen mit idyllischen Gärten und Grünanlagen, umgeben von Mauern und Toren, eine „Stadt in der Stadt“. Die Jahresmiete beträgt noch immer den Nominalwert eines Rheinischen Guldens (aktuell 0,88 Euro).
Ein gemeinsames Abendessen aller Teilnehmer auf der Terrasse des Rathausrestaurants mit Blick auf den historischen Elias-Holl-Platz beendete einen rundum gelungenen Exkursionstag und das 19. Gartendenkmalpflege-Seminar. Dr. Saruhan Mosler Ortstermin: Begrünte Innenhöfe in Alt-Haidhausen, MünchenSamstag, 5. Juli 2008![]() Öffentlich zugänglicher Hof
Mittwoch, den 16. Juli 2008, 17.30 Uhr (MVV Haltestelle Max-Weber-Platz, U4/U5, Straßenbahn 15, 18, 19, 25, Bus 190. 191) Haidhausen ist als Ort vor 1200 Jahren, also 350 Jahre früher als München, erstmals urkundlich erwähnt. Am jenseitigen Isarufer gelegen siedelten sich hier im 19. Jahrhundert Zuwanderer vom Land an, die in der Residenzstadt ihr Glück suchten. Nach dem 1870er Krieg entstand am Ostbahnhof das sogenannte “Franzosenviertel”, das jedoch ebenfalls den hygienischen Ansprüchen des 20. Jahrhundert in keiner Weise entsprach. Noch in den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts galt Haidhausen als sozialer Brennpunkt. In den 70er Jahren wurde das Viertel zum Sanierungsgebiet erklärt. Inzwischen ist Haidhausen zum Szeneviertel geworden. Wo früher großer Mangel herrschte, findet heute ein hoher Anspruch an Wohnqualität seinen Ausdruck. Die Maßnahmen des Sanierungsträgers, der Münchener Gesellschaft für Stadterneuerung, MGS, wurden vor einem Jahr abgeschlossen. Eines ihrer Leitbilder zur Grünplanung war die öffentliche Durchgängigkeit der Höfe. Konflikte mit den Handwerksbetrieben, aber auch das Bedürfnis von Eigentümern, sich abzugrenzen, standen dem entgegen. Heute ist eine Vielzahl verschiedenartiger grüner Oasen entstanden, vom gestylten privaten Innenhof über mit Bierbank, Sandfläche und Laube von Nutzern angeeigneten Flächen bis zu zusammenhängenden Anlagen in öffentlich zugänglichen Höfen. Der Weg ist als offener Planerspaziergang konzipiert, einige Objekte werden von den Planern selbst erläutert – Gäste sind willkommen. Der Rundgang beginnt mit einem Baukomplex, der in der Anfangsphase der Sanierung als Ausweichwohnungen für die früheren Bewohner des Alten Haidhausen gebaut wurde, und endet mit einem neuen Hof am Wiener Platz. Von einer Terrassenfläche aus kann man die “Kreppe” sehen, frühere Armenhäuser, die heute unter Denkmalschutz stehen.
Einen Veranstaltungs-Flyer finden Sie hier. "Ortstermin: Begrünte Innenhöfe in Alt-Haidhausen, München" vollständig lesen
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