DGGL-Nachlese: „Gärten in der Normandie, mit unbekannten Gartenschätzen“, Vortrag von LA Heidi HowcroftMontag, 6. Februar 2012
![]() Garten in der Normandie, in dieser offen und sparsam gestalteten Anlage geht der Wind durch Gräser und für die Landschaft typische Obstbäume (Bild: Heidi Howcroft).
Im Sommer hatte die Landschaftsarchitektin aus Somerset UK eine Reise in die Normandie unternommen, um ein bis dahin als Gartenland weitgehend unerschlossenes Gebiet zu erkunden. Auf früheren Gartenreisen hatte sie schon einiges gesehen, begonnen mit dem bekannten Garten Monets in Giverny, aber eben nur vereinzelt und manche der Gärten hatten ihr dabei gar nicht gefallen. Da muss es mehr geben, hatte sie vermutet, und sich auf den Weg gemacht. Oft abseits der bekannten Reiserouten, „mitten im nirgendwo“, wie die Referentin sagte, fand sie tatsächlich bemerkenswerte Anlagen, die trotz ihrer geradezu aristokratischen Dimensionen von bis zu mehreren Hektar in vielen Fällen wohl durchaus zum DGGL-Jahresthema 2011 passten: „Private Gartenkultur“. Namhafte Designer, Künstler, auch die Gartenkünstler-Familie Wirtz haben sich hier niedergelassen. Nicht selten bewohnen sie stattliche historische Gebäude; gelegentlich hat man den Eindruck, dass sie sich den Garten, den Park abseits der großen Städte und Reiserouten zur Lebensaufgabe gemacht haben. Ein Garten eines Ehepaares etwa war nach dem Tod ihrer Tochter entstanden, ein Ort, an dem Erinnerung und Gedenken zum Ausdruck kommt, Zuwendung einen Gegenstand findet. Einen anderen hatte eine Künstlerin angelegt, die ihr Leben in Paris aufgegeben hatte, um mit ihrer Mutter in ihrem Elternhaus im Ländlichen zu leben. Bis dahin hatte sie von Pflanzen nichts verstanden, nun sammelt sie Raritäten und kombiniert sie mit größter Sorgfalt nach Farbe und Gestalt miteinander. Aus Wiesen wurden üppige Gartenräume. Inzwischen wiederholt sich die Konstellation, ihre eigene Tochter ist zur Mutter gezogen. Oft waren die Gärten stark von Pflanzen dominiert, für Heidi Howcrofts Geschmack geradezu überladen. Aber in ihren Eigenarten, der starken Individualität, der Vielfalt der mit ausgeprägtem Willen eingesetzten Formensprache, die sich jeder stilistischen Vereinheitlichung entzieht, wohl aber historisierende Elemente aufgreift, sah sie einen großen Reiz. Auch habe sich ihr Horizont erweitert, Pflanzen-Kombinationen, die ganz gegen die dem Zarten verpflichteten Pastell-Paletten „alter Schule“ verstießen, habe sie in dieser Umgebung durchaus schätzen gelernt. Eine Reise in die Normandie empfiehlt sie, man brauche gute Karten und müsse bereit sein, weite Strecken zurückzulegen. In den touristisch weniger erschlossenen Gebieten wäre zwar ein Mangel an Komfort hinzunehmen, dem stehe aber gegenüber, dass die Gärten noch nicht überlaufen seien, fast wie im England der 50er und 60er Jahre. Manchmal sei sie ganz allein in einem Garten gewesen. Im Frühjahr erscheint von Heidi Howcroft in der Deutschen Verlagsanstalt ein Gartenreiseführer Normandie, in dem man die gezeigten Anlagen nach Ort und Name wiederfindet. Eine pdf-Datei der Nachlese (mit zwei weitren Bildern) finden Sie hier. Nachlese: Mitglieder stellen Projekte vor - 2012Samstag, 4. Februar 2012
Die Übergänge der Wichernschule München von innen nach außen im Bau (LAin Veronika Richter)
LAin Veronika Richter lenkte den Blick an den nördlichen Rand der Stadt München. Die Wichernschule, eine Schule für motorisch gestörte Kinder aus dem ganzen Stadtgebiet - und übrigens auch aus allen Schichten - liegt im Hasenbergl nicht weit von der Panzerwiese. Die Atmosphäre des Grundstücks ist geprägt durch die typischen hohen Kiefern, die auch in der Gestaltung dominieren. Ruhige Linien setzte Frau Richter zwischen die Gebäude, die vor gut zehn Jahren neu entstanden sind. Bis dahin hatte die Schule in Räumlichkeiten eines Frauenlagers aus der Nachkriegszeit gearbeitet. Die Übergänge von innen nach außen fließen mit Holzplattformen vor den Klassenzimmern, begleitet von einer Reihe Apfelbäume. Zwischen den Zeilen der Gebäude wurden befestigte Flächen - „offene Klassenzimmer“ - eingerichtet. Rechteckige Beete liegen in den Rasenflächen. Sie wurden mit Ziergräsern wie Stipa und Penissetum bepflanzt. Die beides überstehenden Kiefern vermitteln einen Eindruck von räumlicher Tiefe und Ruhe. Nachgepflanzte Bäume stammen von autochtonem Saatgut, Bestandskiefern in befestigten Flächen erhielten eine Baumscheibe aus Großsteinpflaster. In dieser Schule sollen Kinder dazu angeregt werden, sich zu bewegen. Als Bodenbelag wählte man daher einen Gummi-Granulat-Belag, der sorgfältig farblich abgestimmt wurde. Für eine Verkehrsübungsfläche ist es gelungen, die Markierungen auf eine Reihe gelber Quadrate zu reduzieren. Die sonst üblichen aufgezeichneten Bahnen entfallen, ohnehin schränkten sie die Kinder durchaus auch ein, so Veronika Richter, von der gestalterischen Qualität ganz abgesehen. Bei diesem Projekt habe man mit einer Schulleiterin verhandeln können, die Sinn für das Erscheinungsbild mitbringt. "Nachlese: Mitglieder stellen Projekte vor - 2012" vollständig lesen DGGL-Einladung: Mitglieder stellen Projekte vor - 2012Dienstag, 17. Januar 2012Am Dienstag, dem 31. Januar 2012, 19.30 Uhr lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd zu seiner traditionellen ersten Veranstaltung im Jahr ein: Mitglieder stellen Projekte vor - 2012
In drei Kurzvorträgen mit anschließendem Austausch werden drei Projekte besprochen:
Im Anschluss an die erste Veranstaltung im Jubiläumsjahr 125 Jahre DGGL lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd alle Gäste des Abends zu einem Glas Prosecco ein, um auf das neue Jahr anzustoßen. Mitglieder der DGGL und Interessenten an der Arbeit der DGGL sind gleichermaßen willkommen. Der Eintritt ist frei. Ort: Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1b, Zenzl-Mühsam-Saal, MVV U3/U6 Bus 54/154 Haltestelle Giselastraße
Geschrieben von Veronika Fischer-Horns
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Hinweise auf Buch-NeuerscheinungenSonntag, 4. Dezember 2011In den letzten Tagen habe ich verschiedene Hinweise auf neu erschienene Bücher erhalten, die ich hiermit gern weiter geben möchte: Ab sofort ist ein an der TUM erschienene Band erhältlich, der sich dem Thema "Infrastruktur als eigene städtebauliche Kategorie" zuwendet und dabei Beispiele aus Metropolen wie MexicoCity, New York, London, Paris, Zürich, Seattle, Barcelona, Stockholm, Sao Paulo, Antwerpen aufführt: Thomas Hauck/Regine Keller/Volker Kleinekort (Hg.): Infrastructural Urbanism, Addressing the In-between Nähere Informationen siehe hier. Die Publikation umfasst rund 250 Seiten, viele farbige Abbildungen sowie eine CD-ROM. Die Schutzgebühr in Höhe von 25.- Euro soll die dringend notwendige Restaurierung der Folianten des sog. Schrettinger-Katalogs in der Handschriftenabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek ermöglichen. Der Hofbibliothekar Michael Schrettinger hat die Bibliothek Montgelas in den Jahren 1811-1813 in diesem Katalog systematisch erfaßt. Die Publikation ist noch in einigen wenige Exemplaren ausschließlich erhältlich in der Galerie Jo van de Loo, Theresienstraße 48 (Ruf-Haus gegenüber Museum Brandhorst), Di-Fr 14.00 - 19.00 Uhr, Sa 11.00 - 15.00 Uhr.
Der Franz-Schiermeier-Verlag kündigt ein Buch zur Stadtgeschichte Münchens im 20. Jahrhundert an: Ferdinand Stracke: WohnOrt München, Stadtentwicklung im 20. Jahrhundert Mit einem Vorwort von Oberbürgermeister Christian Ude Format: 23 x 27 cm, 384 Seiten, mit über 500 Abbildungen, Plänen und Wohnungsgrundrissen, Hardcover, Franz Schiermeier Verlag München, ISBN 978-3-9814521-2-9 Subskriptionspreis bis 31. Dezember 2011: 29,50 Euro, Buchhandelspreis ab 1. Januar 2012: 42,50 Euro Nähere Informationen zum Buch siehe hier. Zum Verlagsprogramm mit weiteren Titeln zur Stadtgeschichte Münchens unter vielfältigen Aspekten siehe hier. Reihe STADTfragen im Münchener ForumSonntag, 4. Dezember 2011Das Münchener Forum gibt bekannt: Im Sommer diesen Jahres hat das Münchner Forum das Programm "STADTfragen" ausgeschrieben. Gesucht wurden eigenständige, originelle, dringliche Recherchen, Analysen, Konzepte, Entwürfe und Projekte von Studenten und Absolventen Münchner Hochschulen und Universitäten, die sich eigenständig mit Fragen von Stadt im weitesten Sinn mit und ohne Bezug zu München beschäftigen. Aus einer Vielzahl interessanter Bewerbungen wurden neun Referenten ausgewählt, ihre Arbeiten an drei Abenden im Winter 2011/ 2012 öffentlich zu präsentieren und gemeinsam zu diskutieren: JUNG ALT ANDERS ...und wie viel Spontanität verträgt der öffentliche Raum? 13. Dezember 2011 // 19.00 Uhr // Import Export, Goethestraße 30, München Themen: Moritz Monninger analysiert das Sozialleben türkischer Senioren in München, Alexander Gropp betrachtet Skaten als urbane Praxis und Ben Kerste schreibt eine Ethnografie der Schachspielerszene an der Münchner Freiheit. DREI VIERTEL STADT ...doch welche Stadt wollen wir haben? 1. Februar 2012 // 19.00 Uhr // Import Export DRINNEN ODER DRAUSSEN ...und wie viel Rand braucht die Stadt? 29. Februar 2012 // 19.00 Uhr // Import Export Themen: Christoph Rickert und Michael Asböck reparieren in Neuperlach gescheiterte Visionen der 1960er-Jahre; Lena Skublics untersucht Heimaten in der Messestadt Riem; und die Videoportraits von Tassilo Letzel und Daniel Samer führen an Orte, an denen nicht nur die Stadt zuende geht. Nähere Informationen siehe hier. Die Abende sind auch auf der Website des DGGL-LV Bayern-Süd eingestellt, wo auf weitere Veranstaltungen hingewiesen wird, siehe hier. Veranstaltungsreihe des "AK Isarlust", Münchener Forum und UrbanautenSonntag, 4. Dezember 2011Wer auf dem Verteiler des Münchener Forums oder der Urbanauten steht, bekam Ende November folgende von Wolfgang Czisch (Münchner Forum) Ulrike Bührlen und Benjamin David (die urbanauten) unterschriebene Nachricht: "Der neugegründete Arbeitskreis Isarlust des Münchner Forums und der urbanauten startet ... zeitgleich zum Stadtratsbeschluss zum Start der Rahmenplanung am morgigen 30. November 2012 in die konkrete, bürgerschafltiche, inhaltliche Arbeit zur Zukunft des innerstädtischen Isarraums. Unsere Treffen zu den zentralen Themen, die den innerstädtischen Isarraum prägen, werden in öffentlichen Kultureinrichtungen und interessanten Kneipen direkt im innerstädtischen Isarraum und Umgebung sozusagen am Objekt stattfinden.
Außerdem empfehlen wir Ihnen einen Blick in die Facebook-Gruppe Isarlust:http://www.facebook.com/groups/178465442214751/". Zur ersten Veranstaltung am Donnerstag, dem 8. Dezember 2011, 18.00 Uhr
Von Bibern, Mücken, Menschen und Münchnern. Der innerstädtische Isarraum als Raum für Urbanität UND Natur. heißt es: "Veranstaltungsreihe des "AK Isarlust", Münchener Forum und Urbanauten" vollständig lesen Gärten der Normandie, mit unbekannten Gartenschätzen, Vortrag von LA Heidi Howcroft, Somerset, UKDienstag, 29. November 2011
![]() 'Hirsch' im Garten von Château Champ der Bataille von Jaques Garcia ((c) Heidi Howcroft)
Mittwoch, dem 7. Dezember 2011, 19.30 Uhr lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd zu einem Vortrag von Heidi Howcroft ein: Die Landschaftsarchitektin und Buchautorin aus Somerset, UK veröffentlicht im Frühjahr 2012 einen Reiseführer zu Gärten in der Normandie. Claude Monets Garten in Giverny gehört wohl zu den am meisten besuchten Gärten in Europa, vorgestellt werden aber auch weniger bekannte Anlagen von hohem künstlerischen Wert. Als Gartenreiseland ist die Normandie bisher weniger erschlossen, ihre Kostbarkeiten liegen oft abseits der touristischen Hauptrouten. Geprägt vom Golfstrom ähnelt das Klima etwa dem von Cornwall, im Innern der Normandie ist es mehr kontinental geprägt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen hat es aber kaum einen gartenkulturellen Austausch über den Kanal hinweg gegeben. Gerade in dieser Eigenständigkeit liegt ein besonderer Reiz der den englischen Anlagen durchaus ebenbürtigen Gärten und Parks der Normandie. Heidi Howcroft zeigt formale historische Gärten wie den des Château de Brécy, die botanischen Gärten in Städten wie Rouen oder Caen, aber auch zeitgenössische Gärten wie Le Jardin Plume oder moderne Interpretationen wie Les Jardins Agapanthe. Der Vortrag findet in der Seidlvilla, München im Zenzl-Mühsam-Saal statt - siehe hier. MVV: U3/U6 und Bus 54/154 Haltestelle Giselastraße. Der Eintritt ist frei. Der DGGL-Landesverband Bayern-Süd ist gemeinnützig anerkannt, Spenden sind steuerlich absetzbar. Eine pdf-Datei der Einladung finden Sie hier. Weitere Veröffentlichungen von Heidi Howcroft finden Sie hier. Weitere Veranstaltungen des DGGL-Landesverbandes finden Sie hier. Zum DGGL-Bundesverband siehe hier.
Geschrieben von Veronika Fischer-Horns
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Hausgärten von Alfred Reich 1950-1970, DGGL-Vortrag von Dr. Elisabeth ZabyDonnerstag, 17. November 2011
![]() Garten von Alfred Reich (Bild: Elisabeth Zaby)
Mittwoch, dem 23. November 2011, 19.30 Uhr
Der Gartenarchitekt Alfred Reich (1908 - 1970) wird in Seitendorf/Schlesien geboren. Nach einer Gärtnerlehre in der Pleßschen Schloßgärtnerei in Fürstenstein/Schlesien arbeitet er zunächst in Stettin und dann in Italien. 1931 kommt er zur Firma Foerster und wird dort auch in der Planungsabteilung unter der Leitung von Hermann Mattern beschäftigt. Ein Wettbewerbsgewinn von Hermann Mattern und Herta Hammerbacher führt ihn 1934 als Bauleiter nach München. Aus der Leitung einer neuen Zweigstelle der Firma Foerster heraus macht er sich dort selbstständig. Sein Stil, anfangs noch von Bornim beeinflusst, wird bald sehr elegant, repräsentativ, geometrisch und von feudalen Vorbildern geprägt. Der Gartenarchitekt veröffentlicht Bücher (u.a. Gärten, die wir lieben, 1966) und ist von 1947-49 als Schriftleiter von Garten + Landschaft tätig. Alfred Reich schuf zahlreiche Hausgärten im München der Nachkriegs- und Wirtschaftswunderzeit. Der Vortrag zeigt Person und Werk des avantgardistischen Gartenkünstlers vor dem Hintergrund dieser Epoche. Ort: Seidlvilla München, Nikolaiplatz 1b, Gorbachzimmer. Der Eintritt ist frei, Spenden für die DGGL sind willkommen. Eine pdf-Datei der Einladung finden Sie hier. Weitere Veranstaltungen des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd finden Sie hier. Zum DGGL-bundesverband siehe hier.
Geschrieben von Veronika Fischer-Horns
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Podiumsdiskussion der CSU: Museumsquartier/Kunstareal München - eine HerausforderungDonnerstag, 17. November 2011
![]() Podiumsdiskussion der CSU im Amerikahaus München zum Kunstareal/Museumsquartier Am Dienstag, dem 15. November 2011 veranstaltete die CSU im Amerikahaus am Karolinenplatz in München eine Podiumsdiskussion zum Thema „Museumsquartier - eine Herausforderung“. Der Ort war nicht zufällig gewählt, steht doch nach einem Beschluss des Ministerrates zur Diskussion, dass die acatech - Deutsche Akademie der Technikwissenschaften - in dem Gebäude untergebracht wird. Das Amerikahaus, gegründet nach dem zweiten Weltkrieg, um einen Impuls für den demokratischen Wiederaufbau gerade im von Bauten des Nationalsozialismus in Anspruch genommenem Quartier, inzwischen vom bayerischen Staat finanziert, fürchtet um seine Zukunft. Auf dem Podium saßen der Bayerische Staatsminister für Unterricht und Kultus Dr. Ludwig Spaenle, Stadtrat Mario Schmidbauer, Stadtrat Offmann, Bezirksausschuss-Vorsitzender a.D. Klaus Bäumler und Dipl.-Ing. Susanne Schaubeck aus dem Projekt Kunstareal. Zunächst erhielt Dr. Lammersdorf vom Amerikahaus die Gelegenheit, auf die Bedeutung der Institution hinzuweisen, die historisch eine wichtige Rolle für die wieder erwachsende Demokratie in der Bundesrepublik und auch in Bayern nach dem Ende der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft gespielt habe.Im Gefüge des Quartiers spiele sie eine wichtige Rolle, insbesondere auch im Hinblick auf das im Bau befindliche NS-Dokumentationszentrum auf dem Grundstück des ehemaligen sogenannten „Braunen Hauses“. Über 200 Veranstaltungen im Jahr, Informationen zu Schüler- und Studentenaustausch und eine Bibliothek würden angeboten. In drei thematischen Blöcken wurde zunächst den Teilnehmern des Podiums Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben: "Podiumsdiskussion der CSU: Museumsquartier/Kunstareal München - eine Herausforderung" vollständig lesen Risse in der Rotunde der Münchener Pinakothek der Moderne...Mittwoch, 16. November 2011
Ausgehend von der Diskussion um die für die graphische Sammlung dringend notwendigen Erweiterung der Pinakothek der Moderne hat es in den letzten Monaten und Jahren verstärkt eine Diskussion über das Image des Kunstareal gegeben. Bestandteil der Diskussion war auch ein Workshop Freiflächen Kunstareal im Oktober 2010, um Orientierung und Aufenthaltsqualität zu verbessern - Eindrücke dazu siehe hier. Wieder einmal wurde Verkehr als trennendes Element benannt, besonders einschneidend am Altstadtring. Wie oft schon ist darüber diskutiert worden? Seit Jahren schon versanden die Ergebnisse von Workshops und andere Initiativen. Städtebauliche Chancen wie die der ohnehin erforderlichen Sanierung des Altsadttunnels oder auch zum Siemensneubau begleitende städtebauliche Initiativen scheinen vorüberzuziehen. Wo ist der seit Jahren in Aussicht gestellte Masterplan? Wo sind die Ergebnisse des Freiflächenworkshops eingeflossen? Ist das spontane Abholzen der Hecke an der Alten Pinakothek das einzige Ergebnis dessen, was mit einem Anspruch an Planungskultur für München begonnen hat? Wohl anknüpfend an die Antwort auf eine am Schluss der Präsentationen zur Aufgabe wenig passenden Frage an die Planer: „Was würden Sie sofort tun?“ „Abholzen!“ Wie darf man es bewerten, wenn Wegeführung nun den Designern überlassen wird - siehe hier - sich Orientierung auf das Aufstellen von Schildern beschränkt und eine weitere Möblierung das einzige ist, was zum Thema Aufenthaltsqualität beigesteuert wird? Und weiter: Wo sollen sie auf der Kiesfläche vor der Pinakothek der Moderne aufgestellt werden? Wie wirken sie im denkmalgeschützten Umfeld der Alten Pinakothek? Die Stadt und der Freistaat mögen jetzt andere Probleme haben, aber ganz ohne Wirkung ist es nicht, wenn die Außenräume ebenso "brüchig" sind wie das Dach der Pinakothek der Moderne, auch wenn sie einem nicht gleich auf den Kopf fallen.
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