Am
Montag, den 5. Juli 2010, 19.30 Uhr
lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd zu einem Vortrag der Kunsthistorikerin Nina Gerlach in die Seidlvilla, München, ein: „Im Garten von Gut und Böse" - Gartenkunst als Filmkulisse.
Das älteste bekannte Filmfragment wurde im Oktober 1888 von dem Filmpionier Louis A. A. Le Prince in einem Privatgarten in Roundhay nahe Leeds aufgenommen. Die Filmgeschichte liefert dann zahlreiche Gartenszenen, in denen die Gestaltung der Kulisse eine wichtige Rolle als Audrucksmittel spielt. Frei von den Zwängen räumlicher Schlüssigkeit werden in solchen Szenen Stimmungen und Wertungen vermittelt.
Die Kunsthistorikerin Nina Gerlach hat dies in ihrer Dissertation zum Thema "Der Garten als Filmkulisse. Die Dritte Natur als cineastisches Argument" systematisch untersucht. Ein Spielfilm ist fikiv. Es geht ihm daher nicht um die historisch korrekte Wiedergabe eines Gartenkunstwerks. Umso deutlicher tritt hervor, wie gestalterische Elemente eingesetzt werden, um die Handlung zu unterstreichen. Oft werden wertende Sinnzusammenhänge hergestellt.
Nina Gerlach zeigt anhand von Beispielen auf, wie bestimmte Stilphänomene wie etwa der barocke oder der landschaftliche Garten konstant negativ bzw. positiv besetzt sind. In der Filmkunst spiegelt sich, wie Gartenkunst und ihre Mittel wirken.
Nina Gerlach ist 1979 in Mainz geboren und war u.a. Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes (2008-2009) sowie Fellowship der Harvard University/Dumbarton Oaks (2007/2009). Derzeit habilitiert sie sich in der Schweiz.
Ort: Seidlvilla, München, Nikolaiplatz 1b, Zenzl-Mühsam-Saal (MVV U3/U6 und Bus 54/154 Haltestelle Giselastraße)
Der Eintritt ist frei, Gäste der DGGL sind herzlich willkommen.
Eine pdf-Datei der Einladung finden Sie hier.
Eine Übersicht über das Veranstaltungsangebot des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd siehe hier.