DGGL-Führung "Blumenschmuck-Pflanzungen in der LH München" mit Dipl.-Ing. Thomas SeltmannDonnerstag, 9. September 2010![]() Blumenschmuck am Gärtnerplatz München (Foto: Thomas Seltmann)
Donnerstag, den 23. September 2010, 17.30 Uhr lädt der DGGL Landesverband Bayern-Süd zu einer Führung zum Thema "Blumenschmuck-Pflanzungen in der Landeshauptstadt München" mit Dipl.-Ing. Thomas Seltmann ein. Die Landeshauptstadt München verfügt über eigene Kulturgärtnereien, in denen alle Pflanzen für den Münchner Blumenschmuck herangezogen werden. Die Schmuckpflanzungen in der Innenstadt und an Plätzen werden von Besuchern und Bürgern intensiv wahrgenommen und prägen das Stadtbild. Zusammengestellt werden sie von Dipl.-Ing. Barbara Lang in der Hauptabteilung Gartenbau des Baureferates in enger Zusammenarbeit mit den Kulturgärtnereien. Bei einem Rundgang wird der Septemberaspekt der Pflanzungen zunächst am Gärtnerplatz, dann, nach einer kurzen S-Bahn-Fahrt vom Isartor zum Rosenheimer Platz (Fußweg ca. 10 Minunten, MVV-Fahrtkosten tragen die Teilnehmer), am Weißenburger Platz, am Bordeauxplatz und am Johannisplatz in Haidhausen besichtigt. Dipl.-Ing. Thomas Seltmann, Sachgebietsleiter Kulturgarten, Dekoration, Floristik und Innenraumbegrünung, erläutert die Gestaltung und welche Vorbereitungen und Arbeiten sich hinter ihrem Erscheinungsbild verbergen. Treffpunkt: Gärtnerplatz am Eingang des Gärtnerplatz-Theaters. MVV: S-Bahn Isartor (10 Minuten Fußweg); Tram 27 und U2 Fraunhofer Straße (5 Minuten Fußweg); Metrobus 52 Gärtnerplatz. Eine PDF-Datei der Einladung finden Sie hier. Die Führung ist kostenfrei, Gäste der DGGL sind herzlich willkommen. Eine Übersicht über das Programmangebot des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd finden Sie hier.
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Nachlese: DGGL-Führung Quartiersplatz Bahndeckel Theresienhöhe, MünchenDienstag, 20. Juli 2010LA Roland Großberger und LA Wolfgang Mesenich erläutern der DGGL-Gruppe die Planung (Bild: Wolfgang Färber)
„Kompakt, Urban und Grün“, nach diesem Motto verfolge die Landeshauptstadt München die innerstädtische Entwicklung, nicht die flächige Ausdehnung. Diesem Leitbild sei man auch hier gefolgt, so Wolfgang Mesenich, der zunächst den städtebaulichen Zusammenhang erläuterte. München sei nach wie vor eine wachsende Stadt. Man erwarte in den nächsten Jahren einen erheblichen Bedarf an neuen Wohnungen. Auf dem ehemaligen Messegelände sei ein Mischgebiet nach einem städtebaulichen Entwurf von Steidle & Partner entstanden. In unmittelbarer Nachbarschaft des Quartiersplatzes befänden sich Wohnungen des sozialen Wohnungsbau mit einem hohen Bevölkerungsanteil an Migranten. Den Anwohnern des neu entstandenen Quartiers stehen drei sehr unterschiedliche Grünflächen zur Verfügung: der historische Bavariapark mit einem alten Baumbestand und Wiesenflächen - der DGGL-Landesverband Bayern-Süd konnte seine Instandsetzung nach einem von der Stadt beauftragten Pflegeplan im vorigen Jahr mit einer Führung mit LA Otto Efler (LH München) und LA Helmut Wiegel besichtigen, siehe hier - der Georg-Freundorfer-Platz mit einem vielfältigen Angebot an Spiel- und Sportflächen - der Platz wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet - und eben der Quartiersplatz auf dem Bahndeckel. Zu diesem solle an der Ganghoferstraße noch ein Spielplatz für Kleinkinder ergänzt werden. "Nachlese: DGGL-Führung Quartiersplatz Bahndeckel Theresienhöhe, München" vollständig lesen DGGL-Führung Hofau-Stephanskirchen/LGS Rosenheim mit Büro LA Wolf SteinertMittwoch, 14. Juli 2010Programmanpassung 23. Juli 2010: für den morgigen Tag ist schlechtes Wetter angesagt, die Führung wird daher als Rundweg mit Erläuterungen unter Dach , nicht als Radtour angeboten. Treffpunkt wie angegeben. Kunstwerk der Gruppe ChiemseeLandart in der Hofau, Gemeinde Stephanskirchen, am der LGS Rosenheim 2010 gegenüberliegenden Innufer (Bild: Büro Steinert) Am Samstag, den 24. Juli 2010, 10.00 bis ca. 13.00 Uhr lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd zu einer geführten Radtour in der Hofau am Innufer der Gemeinde Stephanskirchen mit LA Wolf Steinert und LA Bernhard Hohmann ein. Die Gemeinde hat auf dem der Landesgartenschau Rosenheim 2010 gegenüberliegenden Ufer einen eigenen Beitrag zur Gartenschau geleistet. Unter dem Motto "Naturerlebnisraum Inn" wird im Ortsteil Hofau der Wandel der ursprünglichen zur heutigen Landschaft am Inn verdeutlicht. Das Büro von LA Wolf Steinert mit LA Bernhard Hohmann aus Übersee hat dazu in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Hofau das Konzept erarbeitet. Auf einem Radrundweg von 6.5 km Länge mit 20 Stationen wird das Nebeneinder von Naherholung, Naturschutz, Landwirtschaft mit Obstanbau, Weidenutzung und Fischerei gezeigt. Neun regionale Künstler der Gruppe ChiemseeLandArt haben in der Innflutmulde unter dem Motto "Raum für Innspiration" Kunstwerke aus den Materialen der Natur beigetragen. Der Landwirschaftliche Betrieb Zehentner mit dem Brotzeitstadtl Simseemarkt ist in das Begleitprogramm einbezogen. Hier endet die Führung mit der Möglichkeit, an einer gemeinsamen Brotzeit teilzunehmen (Die Kosten werden dazu selbst getragen). Es besteht dann die Gelegenheit, sich eigenständig oder in Gruppen die Landesgartenschau Rosenheim anzusehen, die der DGGL LV BayS im vorigen Jahr im Bau bereits besucht hat - Nachlese siehe hier. Am 24. Juli 2010 feiert sie ihr Sommerfest. Außerdem feiert am 24.7. 2010 der Förderverein Qualitätsholz sein Holzbaufest in Stephanskirchen. Treffpunkt: 10.00 Uhr am Hof Zehentner, Amselweg 2a, 83071 Stephanskirchen, Telefon 08031 7532, Brotzeitstadl Simseemarkt. Einen PKW-Parkplatz gibt es in der Hofau nicht, Parken im Umfeld am Rathaus Schlossberg. Der Fußweg dauert 10-15 Minuten Richtung Innufer und dann rechts. Als Mobilitätspartner werden genannt: Pegasus Taxi e.K. Tel. 0160 2918308 o 08031 2471301, oder Shuttleservice Molt, Tel. 08031 3039368, 0172 8239348. Mit dem Fahrrad ist der Treffpunkt vom Bahnhof Rosenheim gut zu erreichen. Fahrräder müssen selbst mitgebracht oder organisiert werden, Hof Zehentner ist im Programm der Gartenschau als Ausleihstation genannt. Sollte es sehr heiß werden oder regnen, kann das Programm ggf. angepasst werden, beispielsweise durch einen Fußweg im Schatten. Sollten Sie Interesse an der Führung haben, aber nicht gern Fahrrad fahren, wenden Sie sich bitte an den Vorstand unter fischer-horns@gmx.net, wir bemühen uns dann um eine Lösung. Die Teilnahme ist kostenfrei, Anmeldung ist nicht erforderlich, Gäste der DGGL sind willkommen. Eine Übersicht mit weiteren Programmangeboten des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd finden Sie hier.
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DGGL-Führung Bahndeckel Theresienhöhe, München, mit LA Großberger u LA Mesenich, LHMMontag, 5. Juli 2010![]() Bahndeckel Theresienhöhe, München, Zusammenwirken von Kunst und Landschaftsarchitektur (Bild: Wilfried Petzi)
Mittwoch, den 14. Juli 2010, 17.30 Uhr lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd zu einer Führung mit LA Wolfgang Mesenich, Landeshauptstadt München Baureferat Gartenbau, und Herrn LA Großberger vom Büro Großberger Beyhl Partner Landschaftsarchitekten zum Projekt "Bahndeckel" an der Theresienhöhe ein. Außergewöhnlich bei diesem Projekt ist die Zusammenarbeit von Künstlern und Landschaftsarchitekten. Der Quartiersplatz entstand auf einer 300 Meter langen und 50 Meter breiten Betonplatte über der Bahnlinie München-Rosenheim und einem Teil der ehemaligen Messetiefgarage. Auf einer Fläche von rund 1,7 Hektar hat das Baureferat eine künstlerisch gestaltete, bespielbare „Landschaftsskulptur“ angelegt. Der Quartiersplatz ist Bestandteil der Kunstprojekte auf der Theresienhöhe, der sogenannten „1a Orte“, einem Projekt von QUIVID, dem Kunst-am-Bau-Programm der Stadt München. Im Rahmen eines internationalen Kunstwettbewerbs, bei dem Künstler und Landschaftsarchitekten gleichberechtigt kooperierten, wurden 13 Teams eingeladen. Den ersten Preis gewann am 13. April 2002 das Team Rosemarie Trockel (Künstlerin, Köln) mit Catherine Venart (Architektin, Halifax) und Topotek1 (Landschaftsarchitekten, Berlin) - siehe hier. Die Betonplatte ist nur begrenzt belastbar, eine Bepflanzung mit viel Erde und großen Bäumen war von vornherein ausgeschlossen. Bei der Ausformung der modellierten Landschaft wurden daher vorwiegend Leichtbaustoffe verwendet. Die Freizeitfläche auf dem Bahndeckel gliedert sich in drei Teile: eine Spiel- und Liegewiese mit bis zu drei Meter hohen Rasenhügeln, eine bespielbare „Dünenlandschaft“ – beides eingerahmt von einem fünfzig Zentimeter hohen, orange gefärbten Betonsockel – sowie eine diese „Landschaftsskulptur“ umgebende Bewegungs- und Aufenthaltsfläche, die mit dunklem Basaltsplitt asphaltiert ist. Im westlichen Teil der „Landschaftsskulptur“ ist die Idee der Dünenlandschaft deutlich sichtbar und erlebbar. Eingegliedert ist ein breites Spielangebot mit Trampolinen, Seilspielgeräten, Hängematten, Rutschen und Pendelsitzen. Bis zu den Sommerferien folgen Stelen, die Wassernebel versprühen. Mit der „Dünenlandschaft“ korrespondieren an der Nordseite 19 fast fünf Meter hohe Waldkiefern in großen Pflanzkübeln. Lediglich an der südöstlichen Kante des Bahndeckels, wo sich nicht unterbaute Flächen befinden, konnten 28 große Säulenpappeln gepflanzt werden. Lange Sitzbänke laden dort zum Verweilen ein. Entlang der gesamten Nordkante entstand eine Art intensive Dachbegrünung. Eineinhalb bis drei Meter breit und gut 300 Meter lang sind die Hochbeete, in denen rund 8.500 Blumenzwiebeln und 2.000 Gräser gepflanzt wurden. Hainbuchenhecken bilden den Abschluss zur Wohnbebauung und den dazugehörigen Außenanlagen. (Quelle: Baureferat München, HA Gartenbau) Die Führung ist kostenfrei, Gäste der DGGL sind willkommen. Treffpunkt: Ecke Ganghoferstraße/Max-Hirschberg-Weg. Eine Übersicht über das Veranstaltungsangebot des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd siehe hier.
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DGGL-Nachlese Führung HirschgartenerweiterungMittwoch, 30. Juni 2010DGGL-Gruppe am Neubaugebiet Hirschgartenerweiterung, links die Abpflanzung zum Hirschgarten An einem der ersten schönen Tage nach einer langen kühlen und regnerischen Zeit fand sich am 24. Juni 2010 eine Gruppe von ca. 30 Fachleuten und interessierten Laien zu einer Führung zur Hirschgartenerweiterung zusammen, eines von einer Reihe von Stadterweiterungsprojekten im Zuge des „Bahn 21“ Projektes München entlang der Gleistrasse Hauptbahnhof-Laim-Pasing. Dipl.-Ing. Ulrich Rauh, Leiter der Planungsabteilung Baureferat Gartenbau mit seinem Projektleiter Herrn Emmerich von Seiten der Stadt und LA Klaus Neumann, realgrün, mit seinen Mitarbeitern Herr Burmeister und Frau Eicher hatten sich bereit erklärt, die Reihe von Führungen, die der DGGL-Landesverband Bayern-Süd zu städtischen Projekten anbietet, fortzusetzen. Zu „Bahn 21“ war der Landesverband vor zwei Jahren im Arnulfpark, im vorigen im Grünzug Winfriedstraße - Nachlesen siehe hier und hier. In diesem Jahr wurde spürbar, dass es einmal eine Fuß- und Radwegeverbindung vom Hauptbahnhof bis nach Pasing geben wird. Sie wird begleitet durch einen projektübergreifenden „Pionierpark“, einer halb offenen Vegetation auf Schotterflächen der ehemaligen Bahnanlagen. In München hat man es sich zum Ziel gesetzt, für jeden neuen Anwohner in neu erschlossenen Wohngebieten 17 qm Grünfläche bereitzustellen. In zweistufigem Wettbewerb wurde zunächst der städtebauliche Entwurf, dann in konkurrierendem Planungsverfahren das Grünkonzept entwickelt, für das realgrün den ersten Preis erringen konnte. Die Wohnbebauung setzt sich zu einem Drittel aus sozialem Wohnungsbau, zu einem Drittel aus Wohnungen des sogenannten „Münchenmodells“, die auch bei schon höherem Einkommen gefördert werden, und zu einem Drittel aus Wohnungen hoher Preislage zusammen. "DGGL-Nachlese Führung Hirschgartenerweiterung" vollständig lesen PUBLIC ART – ein Werkbericht zur Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich, Vortrag von Dr. Katharina BlaasSonntag, 27. Juni 2010Die Akademie der Bildenden Künste München, Lehrstuhl für Gestalten im Freiraum, lädt am Mittwoch, den 30. Juni 2010, 19.00 Uhr
zu einem Vortrag von Dr. Katharina Blaas ein. Ihr Vortragstitel lautet: PUBLIC ART – ein Werkbericht zur Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich. Frau Dr. Katharina Blaas ist Leiterin der Abteilung Kunst im öffentlichen Raum, Niederösterreich Kultur in St. Pölten. Sie hat sich auf dem Gebiet der Kuratorenarbeit und Kunstvermittlung einen Namen gemacht. Buchpublikationen, Wettbewerbe, Gutachterverfahren und direkte Verhandlungen mit den Gemeindeämtern und Kuratoren gehen auf Ihre Initiative zurück. Als besonders gelungen wird genannt: Veröffentlichte Kunst, Band 1 – 9, Springer Verlag, Wien, 1991 – 2009. Die homepage www.publicart.at zeigt, das künstlerische Spektrum der realisierten Arbeiten. Zu Semesterende lädt der Lehrstuhl im Anschluss an den Vortrag zu einem Glas Wein ein. Vortragsort: Historische Aula der Akademie der Bildenden Künste. (Auf der Website der Akademie wird abweichend zu einer vom Lehrstuhl gegebenen Informationen 19.30 Uhr als Anfangszeit genannt - s. hier) Auf der Website des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd finden Sie weitere Hinweise unter der Kategorie "Andere Veranstalter" - siehe hier. Eine Übersicht über die Veranstaltungen des DGGL-Landesverbandes selbst finden Sie hier. DGGL-Vortrag von Nina Gerlach: „Im Garten von Gut und Böse" - Gartenkunst als FilmkulisseMontag, 21. Juni 2010![]() Szene aus dem Film "Mon Oncle" von Jacques Tati (1958)
Montag, den 5. Juli 2010, 19.30 Uhr lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd zu einem Vortrag der Kunsthistorikerin Nina Gerlach in die Seidlvilla, München, ein: „Im Garten von Gut und Böse" - Gartenkunst als Filmkulisse. Das älteste bekannte Filmfragment wurde im Oktober 1888 von dem Filmpionier Louis A. A. Le Prince in einem Privatgarten in Roundhay nahe Leeds aufgenommen. Die Filmgeschichte liefert dann zahlreiche Gartenszenen, in denen die Gestaltung der Kulisse eine wichtige Rolle als Audrucksmittel spielt. Frei von den Zwängen räumlicher Schlüssigkeit werden in solchen Szenen Stimmungen und Wertungen vermittelt. Die Kunsthistorikerin Nina Gerlach hat dies in ihrer Dissertation zum Thema "Der Garten als Filmkulisse. Die Dritte Natur als cineastisches Argument" systematisch untersucht. Ein Spielfilm ist fikiv. Es geht ihm daher nicht um die historisch korrekte Wiedergabe eines Gartenkunstwerks. Umso deutlicher tritt hervor, wie gestalterische Elemente eingesetzt werden, um die Handlung zu unterstreichen. Oft werden wertende Sinnzusammenhänge hergestellt. Nina Gerlach zeigt anhand von Beispielen auf, wie bestimmte Stilphänomene wie etwa der barocke oder der landschaftliche Garten konstant negativ bzw. positiv besetzt sind. In der Filmkunst spiegelt sich, wie Gartenkunst und ihre Mittel wirken. Nina Gerlach ist 1979 in Mainz geboren und war u.a. Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes (2008-2009) sowie Fellowship der Harvard University/Dumbarton Oaks (2007/2009). Derzeit habilitiert sie sich in der Schweiz. Ort: Seidlvilla, München, Nikolaiplatz 1b, Zenzl-Mühsam-Saal (MVV U3/U6 und Bus 54/154 Haltestelle Giselastraße) Der Eintritt ist frei, Gäste der DGGL sind herzlich willkommen. Eine pdf-Datei der Einladung finden Sie hier. Eine Übersicht über das Veranstaltungsangebot des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd siehe hier.
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DGGL-Führung Erweiterung des Hirschgarten, MünchenDienstag, 15. Juni 2010Die Skatebowl in der Hirschgartenerweiterung wird eine Attraktion und prägendes architektonisches Element (Bild: realgrün) Donnerstag, den 24. Juni 2010, 17.30 Uhr findet eine Führung des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd zur Erweiterung des Hirschgarten in München mit LA Klaus Neumann, realgrün Landschaftsarchitekten, und Dipl.-Ing. Ulrich Rauh, Leiter der Planungsabteilung der Hauptabteilung Gartenbau, Baureferat München, statt. Das Projekt umfasst eine Grünfläche südlich des Hirschgarten von ca. 8.5 ha sowie ökologische Ausgleichsflächen entlang der Bahn mit ca. 3,0 ha. Es ist Teil der stadtteilübergreifenden Entwicklungsmaßnahme des Bahn 21 Projektes, bei dem im Zuge der Verlagerung verschiedenster Bahnbetriebsflächen Entwicklungspotentiale zur Stadterweiterung und Nachverdichtung entlang der Bahntrasse Pasing - Laim - Hauptbahnhof freigesetzt werden. Im Zusammenklang mit dem Hirschgarten, einem landschaftlich angelegten Volksgarten, dem nicht weit entfernten Nymphenburger Park und modernen Quartierparks wie im Arnulfpark entstehen hier neue Freiflächen unterschiedlichster Ausprägung. Durch die Erschließungsträger Vivico Real Estate GmbH und aurelis Real Estate GmbH & Co. KG wurde ein konkurrierendes Planungsverfahren durchgeführt. LA Klaus Neumann, realgrün Landschaftsarchitekten, erläutert seinen mit dem ersten Rang ausgezeichneten Entwurf wie folgt: "Das vorgeschlagene Entwurfskonzept für die Hirschgartenerweiterung folgt diesem übergeordneten Entwicklungsziel. Die Entwicklung eines Vorparks mit einem ausdrucksstarken eigenständigen Erscheinungsbild ist entwurfsbestimmend. Die klare räumliche und gestalterische Definition der drei Parktypologien, dem Hirschgarten als Landschaftspark - die Hirschgartenerweiterung als Vorpark, ein dem Hirschgarten vorgelagerter Obstgarten und der bahnbegleitende Pionierpark als ruderal geprägter linearer Freiraum stellen den übergeordneten städtebaulichen und freiraumplanerischen Kontext her. Durch die Konzentration der geforderten Spiel- und Sporteinrichtungen in Form einer Spiel- und Sportplattform im zentralen Übergangsbereich von Obstgarten zum Pionierpark entsteht ein grosszügiges weitläufiges Parkbild. Eine quartierverbindende Promenade ausgestattet mit Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten definiert den Übergang zwischen Obsthain und Pionierpark." Prägendes Element des Vorparks ist das Vegetations- und Bepflanzungskonzept, das durch die Verwendung von Blüh- und Fruchtgehölzen einen deutlichen Kontrast zum Altbaumbestand des Hirschgartens darstellt. Es entsteht dadurch ein Park mit hoher Aufenthaltsqualität und einer freundlichen Atmosphäre. Die aufwendig gestaltete Spiel- und Sportplattform umfasst einen Klein- und Schulkinderspielplatz mit ca. 240 Quadratmetern, eine Kletterwand, ein Streetballfeld (14 mal 22 Meter), einen Allwetterbolzplatz (40 mal 22 Meter) und eine Skateanlage mit ca. 880 Quadratmetern (inklusive Tribüne). Sie wird als Skatebowl ausgebildet, da dies weniger Lärm verursacht als Street-Style-Skaten. Dennoch ist in dieser Lage aus Lärmschutzgründen eine zusätzliche räumliche Fassung erforderlich. Durch die Gestaltung der Lärmschutzeinrichtung in Form einer geschwungenen Betonwand wird die Skatebowl zu einem modernen Architekturelement und wirkt identitätsstiftend für die neue Parkanlage. Als Besonderheit weist die Skateanlage eine Fullpipe auf. Der Pionierpark als Zone ökologischer Vernetzung entlang der Bahn wird, entsprechend den Festsetzungen der Bebauungspläne, vollständig von intensiven Erholungsnutzungen freigehalten. Der Charakter der brachgefallenen, ehemaligen Bahnflächen mit Schotterflächen, Böschungen und Pioniervegetation bleibt erhalten. Treffpunkt: Winfriedstraße/De-la-Paz-Straße, Einfahrt Behelfsparkplatz, Hirschgarten Bahnseite Eine pdf-Datei der Einladung finden Sie hier. Gäste der DGGL sind herzlich willkommen. WEIHENSTEPHANER SYMPOSIUM zur Gartendenkmalpflege 2010Montag, 14. Juni 2010![]() Am Freitag, den 25. Juni 2010, 9.00-17.00 Uhr findet an der FH Freising Weihenstephan, Weihenstephaner Berg 5, das "WEIHENSTEPHANER SYMPOSIUM zur Gartendenkmalpflege 2010" mit dem Themenschwerpunkt Pflanzenverwendung statt. Prof. Dr.-Ing. Swantje Duthweiler und Prof. Dr.-Ing. Amrei Mosbauer, Fakultät für Landschaftsarchitektur, haben ein interessantes und umfangreiches Programm zusammengestellt, mit dem sie die Reihe "Weihenstephaner Gartendenkmalpflegeseminar" von Frau Mosbauers Vorgänger Prof. Dr. Michael Goecke fortsetzen. In ihrer Ankündigung heißt es: "Viele Garten- und Parkanlagen vergangener Jahrhunderte und Jahrzehnte stehen unter Denkmalschutz und werden sorgfältig gesichert und wiederhergestellt. Über ihre historische Bepflanzung ist oft kaum mehr etwas bekannt. Doch prägten die Arten und Sorten der Zeit maßgeblich den Gesamtcharakter des Gartens oder Parks, war die ursprüngliche Bepflanzung meist ein wesentlicher Teil der künstlerischen Gesamtidee des Gestalters. Neben der Erforschung der historischen Pflanzweise und der grundlegenden Entscheidung die Bepflanzung wiederherzustellen oder nicht, tritt meist ein weiterer begrenzender Faktor hinzu: die mangelnde Verfügbarkeit alter Arten und Sorten. Zu diesen bisher wenig erforschten Aspekten der Gartendenkmalpflege sollen neueste Erfahrungen aus Praxis und Forschung vorgestellt und diskutiert werden." Zu folgenden Themenbereichen wurden namhafte Referenten eingeladen:
Die Teilnahmegebühr beträgt 100 Euro (Studierende bei Nachweis: 50 €). Es sind noch Plätze frei - Anmeldungen sind noch möglich (E-Mail: la@hswt.de). Nähere Einzelheiten im pdf-Flyer der Einladung - siehe hier. Nachlese: Film „Die Welt, in der wir wohnen – Brasilianische Gärten von Roberto Burle-Marx“Montag, 14. Juni 2010Prof. Hubert Möhrle spricht über Roberto Burle Marx Am Montag, den 7. Juni 2010, wurde im mit 220 Besuchern voll besetzten Saal des Hauses der Architektur des Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx (1909-1994) gedacht. Die Bayerische Architektenkammer hatte im Rahmen des „Architekturclubs“ gemeinsam mit dem DGGL LV Bayern-Süd eingeladen, um einem einführenden Vortrag von LA Prof. Hubert Möhrle und einem Film des ZDF von Hermann Schlenker zu folgen: „Die Welt, in der wir wohnen – Brasilianische Gärten von Roberto Burle-Marx“.
Zunächst bedankte sich der stellvertretende Vorsitzende des DGGL Landesverbandes LA Wolfgang Niemeyer bei der Architektenkammer und gab dann einen kurzen Überblick über das Leben und die Tätigkeit von Burle Marx. 1909 wurde er als Sohn einer brasilianischen Mutter und eines deutschen Vaters, eines Kaufmannes aus Trier, in São Paulo geboren. Er studierte Architektur und bildende Kunst. Auch der Umgang mit Landschaft war für ihn Kunst. 1932 baute er sein erstes Projekt, einen Dachgarten, 1955 eröffnete er ein eigenes Büro. Als wichtige Projekte wurden der Parc de Flamengo und die Strandpromenade Copacabana in Rio de Janeiro sowie Gartendesigns für öffentliche Gebäude in Brasilia und die Außenanlage Unesco Miami genannt. 1994 entwarf Burle Marx den Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, der allerdings nicht gebaut wurde. Im selben Jahr starb er in Rio de Janeiro. Sein Landsitz auf einer alten Kaffeeplantage, wo er Pflanzen gesammelt, gearbeitet und im Kreis von Freunden gefeiert hatte, sollte in eine Stiftung überführt werden. Wolfang Niemeyer wies auf den engen Zusammenhang von Entwurf und Malerei hin, den Burle Marx in kräftigen Zügen darzustellen wusste. Als Student habe ihn dies sehr inspiriert, als er dem Künstler in München an der Hochschule bei einer Gastvorlesung begegnet war. Prof. Hubert Möhrle hatte Burle Marx auf einer Reise der Architektenkammer nach Brasilien kennengelernt und ihn später wiederholt besucht, auch zur Zusammenarbeit. "Nachlese: Film „Die Welt, in der wir wohnen – Brasilianische Gärten von Roberto Burle-Marx“" vollständig lesen Nachlese: Geschichte von Gartenschauen - Wandel der Leitbilder, Vortrag von Prof. Birgit SchmidtFreitag, 4. Juni 2010DGGL-Gruppe beim Vortrag von Prof. Birgit Schmidt
Seit den 50er Jahren findet alle 10 Jahre eine IGA und alle zwei Jahre eine BUGA statt. Landesgartenschauen werden jährlich durchgeführt. Gartenschauen seien ein von den Kommunen begehrtes Markenprodukt geworden, das als Motor der Stadtentwicklung angesehen werde. Man rechne mit einem Benefit für die lokale Wirtschaft, auch mit einer regionalen Ausstrahlung. Ökologie und Nachhaltigkeit wurden als Ziele genannt. Gleichzeitig spiele die gärtnerische Leistungsschau nach wie vor eine Rolle. Birgit Schmidt zeigte anhand eines historischen Rückblicks auf, dass die gärtnerische Leistungsschau seit den Anfängen im 19. Jahrhundert eine wesentliche Triebkraft waren. Schon im 18. Jahrhundert gab es Pflanzenschauen, nicht zuletzt angeregt durch die Entdeckungsfahrten von Forschern wie Alexander von Humboldt. 1822 wurde in Berlin der erste Verein zur Beförderung des Gartenbaus gegründet. Der Wettbewerbsgedanke, aber auch gleichzeitig das gewerbliche Interesse der Gärtner formierten sich. 1869 fand dann eine erste internationale Gartenschau in Hamburg statt, die eine erstaunlich weitreichende Resonanz fand. Zahlreiche Länder, darunter beispielsweise Portugal oder die USA, waren im Gelände auf den früheren Wallanlagen vertreten. Auch Aspekte der Gartenkunst spielten eine Rolle, temporäre Brücken und Schmuckbauten sind auf Abbildungen zu sehen. Die Schau umfasste immerhin 14 ha und dauerte vom 2. bis zum 12. September 1869 - ein erstaulich kurzer Zeitraum für einen solchen Aufwand. Ende des 19. Jahrhunderts floss eine soziale Komponente ein, so Frau Schmidt. Der Begriff „Motor der Stadtentwicklung“ stamme aus den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts, der Gedanke aber sei viel älter, schon damals habe man das Mittel genutzt, um Stadtquartiere aufzuwerten. "Nachlese: Geschichte von Gartenschauen - Wandel der Leitbilder, Vortrag von Prof. Birgit Schmidt" vollständig lesen DGGL im Haus der Architektur, München - Film und Vortrag über Burle MarxSonntag, 30. Mai 2010![]() Roberto Burle Marx (1909-1994) (Bild: Hubert Möhrle) Am Montag, den 7. Juni 2010, 19.00 Uhr lädt der DGGL-Landesverband Bayern-Süd in Kooperation mit der Bayerischen Architektenkammer zu einem Abend über den brasilianischen Landschaftsarchitekten Roberto Burle-Marx (1909-1994) ein. Der Abend findet im Rahmen des "Architekturclubs" statt. Es wird der Dokumentationsfilm „Die Welt, in der wir wohnen – Brasilianische Gärten von Roberto Burle-Marx“ von Hermann Schlenker (© ZDF, D 1981, 44 min) gezeigt. Professor Hubert Möhrle, Landschaftsarchitekt in Stuttgart, führt in den Film ein und vermittelt einen Eindruck seiner Begegnungen mit dem Künstler und seinem Werk, dem er auf mehreren Reisen nach Brasilien begegnet ist. Hubert Möhrle war über viele Jahre mit Burle Marx befreundet. Eine Einführung von Seiten der DGGL gibt LA Wolfgang Niemeyer, München, 2. Vorsitzender des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd. Burle Marx brachte die moderne Landschaftsarchitektur nach Brasilien und gab weltweit Impulse. Er verwendete in Brasilien heimische Pflanzen, um Gärten und Parkanlagen zu gestalten. Auch als Maler ist er bekannt geworden. Er wurde 1909 in Sao Paulo geboren und starb 1994 in Rio de Janeiro. Der Eintritt zur Veranstaltung im Haus der Architektur, Waisenhausstr. 4 in München, ist wie immer frei.
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Geschichte von Gartenschauen - Wandel der Leitbilder, Vortrag von Prof. Birgit SchmidtDonnerstag, 6. Mai 2010
Der DGGL LV BayS führt das Thema Gartenschauen mit einem Vortrag und einer Exkursion nach Stephanskirchen/LSG Rosenheim weiter und lädt herzlich ein: Dienstag, den 18. Mai 2010, 19.30 Uhr Geschichte von Gartenschauen - Wandel der Leitbilder, Vortrag von Prof. Birgit Schmidt Welchen Beitrag können Gartenschauen für Städte leisten, auch vor dem Hintergrund von Herausforderungen wie Klimawandel, Finanzkrise und demographischem Wandel? Inwieweit bieten sie einen Ansatz für Lösungen oder positive Entwicklungen? Birgit Schmidt schreibt in ihrer Ankündigung: "Gartenschauen stehen heute im Spannungsfeld zwischen gärtnerischer Leistungsschau und nachhaltiger Entwicklungsmaßnahme für die Stadtentwicklung. Versteht man Gartenschauen als Beitrag der Profession der Landschaftsarchitektur zu einem breiten Diskurs über den Wandel unseres urbanen wie ländlichen gesellschaftlichen Zusammenlebens, als visionäre, zukunftweisende Plattform unseres Berufsstandes? Wie müssten die Gartenschauen von morgen aussehen? Anhand von ausgewählten Beispielen stellt der Vortrag in einer historischen Ableitung von den Anfängen der Gartenschauen Ende des 19. Jahrhunderts bis heute die sich wandelnden Leitbilder und Motive einer Gartenschau zu ihrer jeweiligen Zeit dar. Es wird der Frage nachgegangen, welchen Anspruch die einzelnen Gartenschauen im zeitgenössischen Kontext verfolgten und welche Wirkung sie tatsächlich zu entfalten vermochten." Prof. Birgit Schmidt lehrt Objektplanung in der Landschaftsarchitektur an der Fachhochschule Weihenstephan. Der Vortrag findet in der Seidlvilla in München, Nikolaiplatz 1b (MVV Haltestelle Giselastraße U3/U6, Bus 54/154) im Gorbachzimmer statt.
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Gartenschauen - im "Spiegel" online: "Vielen Dank für die Schulden"Mittwoch, 21. April 2010
"Vielen Dank für die Schulden" lautet die Überschrift zu einem Artikel von Julian Trauthig über Bundesgartenschauen. Seine Quintessenz läuft darauf hinaus, dass sie niemandem außer der Gartenbaubranche und den Planern nützten und im Wesentlichen Steuergelder verschwendeten. "Die einzige, die direkt von Blumenschauen profitiert, ist die Gartenbaulobby". Der Begriff "Nachhaltigkeit" sei oft gepriesen, aber kaum zu messen, ebenso wie die positiven finanziellen Effekte für die Region. Dass sie zu einer gelungenen Stadtentwicklung beitragen könnten wird kaum ernsthaft diskutiert, eher bezweifelt. Zweistellige Millionenbeträge werden dagegen genannt, um Kosten und Defizite zu beziffern. Im kulturellen Bereich war der Spiegel noch nie ein Blatt, das Maßstäbe auf dem Weg der Unterscheidungen gesetzt hätte. Auch hat man den Eindruck, dass man die Aussagekraft der genannten Zahlen durchaus in Frage stellen kann. Ein eher polemisch vor sich hinschäumender Stil erinnert mehr an ein Propagandaschriften als an seriöse Berichterstattung. Gleichwohl muss man es ernst nehmen, dass solche Texte Wirkung haben. Sie sollten nicht unkommentiert bleiben. Man muss es wohl zur Kenntnis nehmen, wie wenig Stadtgestaltung, insbesondere Grünplanung als kultureller Beitrag, räumliche Organisation, Baukulter und Qualität im Außenraum als "Aktiva" städtischen Lebens in der Öffentlichkeit bewußt sind. Ansonsten könnte ein solcher Artikel wohl kaum auf zustimmende Leser hoffen. Und noch etwas: im Zuge der Diskussion zum Internet ist viel von "Qualitätsjournalismus" gesprochen worden. Nicht notwendig aber scheint die Zugehörigkeit zu einem etablierten Blatt dazu zu verpflichten. DGGL-Vortrag: Der Architekt Emanuel von Seidl und sein Murnauer Park, Dieter WielandDienstag, 9. März 2010Wieder hergestellter "Freundschaftsaltar" im Seidlpark Murnau Am
Mittwoch, den 17. März 2010, 20.00 Uhr spricht der Autor und Filmemacher Dieter Wieland zum Thema "Der Architekt Emanuel von Seidl und sein Murnauer Park". Der Vortrag wird im Anschluss an die Mitgliederversammlung des DGGL-Landesverbandes Bayern-Süd in der Seidlvilla München angeboten. Der Eintritt ist frei, Gäste der DGGL sind herzlich willkommen. Der Architekt Emanuel von Seidl (1856-1919) , ein Bruder des bekannteren Gabriel von Seidl (1848-1913), machte sich einen Namen mit der Gestaltung von Villen mit ihren Parkanlagen. Um 1900 siedelte er sich in Murnau an, wo von ihm sieben Anlagen entstanden. Dort traf sich ein Freundeskreis aus Adel, wohlhabendem Bürgertum und etablierten Künstlern. In seinem Testament schreibt er: „Meinen Murnauer Besitz habe ich mit Liebe und Sorgfalt aufgebaut und für die Zukunft geschaffen. Er soll auch mein künstlerisches Vermächtnis sein. Dieses schöne Stück Erde, das auch meine letzte Ruhestätte werden wird, soll für alle Zukunft dem Kult der Schönheit und der Freude dienen und der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden“. Um den inzwischen gefährdeten Park wieder instandzusetzen, zu pflegen und seine Bedeutung für die Murnauer Kulturlandschaft herauszuarbeiten wurde im Jahr 2008 der „Förderverein Murnauer Kulturlandschaft e.V.“ gegründet. Erste Baumaßnahmen wurden bereits umgesetzt. Dieter Wieland, bekannt geworden durch Veröffentlichungen wie „Grün kaputt“ (1983) und seine Sendungen im Bayerischen Rundfunk, gehört zu den Initiatioren des Vereins. Das Bild (Dieter Wieland) zeigt den "Freundschaftsaltar" auf einer Anhöhe mit wunderbaren Blickbeziehungen. Die Wiederinstandsetzung des Altars und der Bänke gehört zu den ersten Maßnahmen, die umgesetzt werden konnten. Nach Einschätzung von Peter Jordan, Monitoringbeauftragter des DGGL Arbeitskreises Historische Gärten, handelt es sich bei dem Seidlpark in Murnau um ein bedeutsames Beispiel der "Reformgärten". Der Vortrag findet in der Seidlvilla in München, Nikolaiplatz 1b, Zenzl-Mühsam-Saal, statt, die übrigens auch von Emanuel von Seidl geplant wurde.
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